Dental Prototyping bei CADdent®
- Rapid Prototyping auf dentalen Produktionsanlagen

Die digitalen Workflows in der Dentalbranche ähneln den Fertigungsverfahren für Rapid Prototyping sehr. Aber nicht nur die Workflows sind sich ähnlich, auch die Einzigartigkeit des Werkstücks. Jedes dentale Gerüst ist ein Einzelstück, das für den jeweiligen Patienten individuell angefertigt wird. Bevor ein Prototyp in Serie gefertigt wird, ist auch er ein Unikat. Nun ist es der Maschine zunächst egal, ob sie ein dentales Gerüst oder einen Prototypen produziert. Deshalb können auf dentalen Produktionsanlagen durchaus auch Prototypen gefertigt werden. Wir sprechen dann von „Dental Rapid Prototyping“. 

Ausschlaggebend für Genauigkeit und Passung sind die Parameter, die für den Fertigungsprozess im System hinterlegt werden. Der Fertigungsprozess von dentalen Gerüsten bringt dabei andere Voraussetzungen mit sich als z.B. der von Schmuck oder anderen Werksstücken. 

Ob ein Prototyp auf einer Produktionsanlage gefertigt werden kann, die für dentale Gerüste eingerichtet ist,
ist eine Fall zu Fall Entscheidung. Wichtig ist, dass die Konstruktionsdaten von Experten geprüft und wenn notwendig nachgearbeitet werden.
Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf Form und Größe des Objektes sowie die Gestaltung und die Materialstärke an der für die Konstruktion entscheidenden Stellen. 

dental Prototyping bei CADdent®

Jedes dentale Gerüst ist ein Einzelstück und wird vom Zahntechniker individuell aufgepasst und ausgearbeitet.
Fertigungstoleranzen, wie sie in der Serienproduktion bei subtraktiven Verfahren, z.B. beim Fräsen anfallen, werden bereits bei der individuellen Konstruktion, am CAD-System, berücksichtigt und minimiert. Der Unterschied einer Serienproduktion von Normteilen und eine auf dentale Prozesse ausgerichtete Produktionsanlage liegt im Fertigungsverfahren.  

Fertigungsverfahren die sowohl in der Dentalbranche als auch für
Rapid Prototyping genutzt werden

Sowohl in der Zahntechnik als auch im Rapid Prototyping haben sich additive Verfahren im Fertigungsprozess durchgesetzt, da jedes Erzeugnis ein Einzelstück ist. Bei herkömmlichen subtraktiven Verfahren wie dem Fräsen kann der Materialverbrauch schlecht geplant werden. Additive Fertigungsverfahren dagegen haben gerade hier eindeutige Vorteile. Der gezielte Materialeinsatz für das konstruierte Bauteil, z.B. dein Dentalgerüst, ist ressourcenschonend und spart Kosten. 

Dental Rapid Prototyping mit selektivem Laserschmelzen oder auch LaserMelting

Beim LaserMelting Verfahren werden die Konstruktionsdaten – egal ob es sich hierbei um einen Prototypen oder ein dentales Gerüst handelt – zunächst systemseitig in einzelne Schichten eingeteilt, dieser Vorgang wird auch als „Slicen“ bezeichnet. Dieser Schritt ist notwendig, damit die einzelnen Schichten später in der Laseranlage belichtet und somit miteinander verschmolzen werden können. 

Mehr zu den Verfahren LaserCUSING®, Laser Sintering, LaserMelting lesen.
 

Dental Rapid Prototyping mit Stereolithographie

Die Stereolithographie – ein 3D-Druck Verfahren – ist dem LaserMelting sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht im verwendeten Material. Während beim Dental Prototyping mit Hilfe des LaserMelting Verfahrens metallische Materialien wie Kobalt-Chrom (CoCr) oder Titan verwendet werden, arbeitet die Dental Prototyping Stereolithographie mit Kunstharz – also Kunststoff. Auch hier ist vor der Produktion das Slicen notwendig, damit das Kunstharz Schicht für Schicht aufgetragen und unter Lichtbestrahlung punktuell ausgehärtet werden kann.

Wann wird Dental Rapid Prototyping eingesetzt

Wie so Vieles hat Rapid Prototyping seine Anfänge in der Automobilindustrie. Von dort aus wurde die Technologie aber schnell für die Luft- und Raumfahrt sowie die Medizintechnik übernommen.

Auch Produktdesigner haben die Vorteile der Rapid Prototyping Technologie erkannt und nutzen dieses Verfahren zur Herstellung von repräsentativen Prototypen bzw. Prototypenteilen. Dies dient nicht ausschließlich zur Visualisierung, so können zusätzlich auch Fertigungsprozesse entwickelt und optimiert werden, bevor ein Produkt in die Serienfertigung geht. 

Eine Sonderform des Rapid Prototyping ist das Rapid Tooling. Haben Sie schon mal von Casting 3D aus der Dentaltechnik gehört? Dann kennen Sie das Verfahren bereits. Beim Rapid Tooling wird mit Hilfe eines additiven Fertigungsverfahrens eine Form produziert, die später bei einem anderen Verfahren z.B. dem Guss genutzt werden kann.
 

Kosten für Dental Rapid Prototyping

Der Preis für die Herstellung von  Prototypen wird individuell anhand der Konstruktion berechnet. Grundsätzlich ist dafür der Materialverbrauch ausschlaggebend – somit wird der Preis vom Volumen des Prototyps abgeleitet. Manche Herstellungsverfahren erfordern eine Nacharbeit durch Fachpersonal / Techniker, die in der Regel nach Zeitaufwand abgerechnet werden.  

Unser Tipp: Gerade bei Prototypen, die lediglich zu Anschauungszwecken gefertigt werden, bietet es sich an, diese hohl zu konstruieren und ein kleines Loch zu berücksichtigen. So wird ressourcenschonend produziert, denn überschüssiges Material kann entweichen und das Loch anschließend verschlossen werden.
 

UNSER FAZIT

Dental Prototyping bezeichnet Rapid Prototyping unter Verwendung von dentalen Produktionsanlagen. Für viele Anwendungsfälle sind sowohl Anlagen als auch Materialien geeignet. Wie es im konkreten Einzelfall aussieht, können Sie jederzeit gerne mit einem unserer Spezialisten besprechen. Sprechen Sie uns an, ob Ihr Prototyp von uns gefertigt werden kann. Unsere Experten beraten Sie gerne!