Additive Fertigung in der Zahntechnik | 3D-Druck bei CADdent

In der Zahntechnik zählt die additive Fertigung zu den jüngsten Produktionsmethoden. Neben der additiven Fertigung, die in der Fachliteratur auch als generative Fertigung bezeichnet wird, gibt es die Möglichkeit für Dentallabore ihre Gerüste in einem formativen Fertigungsverfahren oder mittels subtraktiver Fertigung herzustellen.

Die additive Fertigung bietet gegenüber den anderen genannten Herstellungsverfahren den großen Vorteil, dass auch geometrisch komplexe Bauteile realisiert werden können.

Vereinfacht bzw. umgangssprachlich ausgedrückt, handelt es sich bei der additiven Fertigung um 3D-Druck, bei welchem durch schichtweises Hinzufügen von Material ein dreidimensionales Objekt entsteht.

Streng genommen ist es genau andersherum und der 3D-Druck ist eine Art der additiven Fertigung. Im Gegensatz zum erklärungsbedürftigen abstrakten Begriff „additive Fertigung“ kann sich aber unter dem bildhaften Begriff „3D-Druck“ jede:r etwas vorstellen.

Additive Fertigung | Metall 3D-Druck

LaserCUSING®, Laser Sintering, LaserMelting – in der Dentalbranche kursieren viele Begriffe für den 3D-Druck bzw. die additive Fertigung mit Metall. Wie diese Verfahren im Detail funktionieren und welche Unterschiede zu beachten sind, erfahren Sie in unserem Wiki-Beitrag LaserCUSING® | Laser Sintering | LaserMelting – additive Verfahren in der Zahntechnik.

Additive Fertigung | Kunststoff 3D-Druck

Der Kunststoff 3D-Druck ist das Verfahren, welches sich in den Köpfen der Menschen manifestiert hat. Mit 3D-Druck wird also in erster Linie der Kunststoff 3D-Druck in Verbindung gebracht. Wie aber auch in der additiven Fertigung mit Metall, gibt es im Bereich Kunststoff verschiedene Verfahren, die Anwendung finden.

Wir bei CADdent arbeiten mit dem Flüssigkunststoff-Verfahren (DLP) und dem Kunststoffschmelz-Verfahren (FDM).

Kurz und vereinfacht erklärt wird dem Drucker beim Fused Deposition Modeling (FDM) ein Filament zugeführt, welches über die Druckerdüse in den Extruderkopf geleitet wird. Diese Druckerdüse wird auf Temperatur gebracht. Während das Filament durch die Düse gedrückt wird, schmilzt es. Geschmolzenes Material wird gemäß der CAD-Daten auf der Bauplatte aufgetragen, auf welcher es abkühlt und aushärtet. Dies wird Schicht für Schicht fortgeführt, bis das Objekt vollständig aufgebaut ist.

Das DLP-Verfahren (Digital Light Processing) ist eng mit dem ersten Kunststoff 3D-Druck Verfahren, der Stereolithografie (SLA), verwandt. Mithilfe eines Lichtprojektors wird jede aufgebaute Schicht belichtet und dadurch ausgehärtet. Der Vorgang des Materialauftragens und Belichtens wird so lange wiederholt, bis das Objekt vollständig aufgebaut ist.

Durch die Verwendung von verschiedenen Verfahren im Bereich des Kunststoff 3D-Drucks können wir Ihnen ein breites Spektrum an Strukturen und Materialien anbieten.

Hier finden Sie weitere Informationen zum CADdent 3D-Druck.


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Additive Fertigung | Keramik 3D-Druck

Das Verfahren des Keramik 3D-Drucks ist ein lithografisches Verfahren und ähnelt dadurch stark dem Fertigungsprozess, der oben unter dem Punkt Kunststoff 3D-Druck bereits grob umrissen wurde.

Für den dentalen Einsatz von Keramik 3D-Druck fehlen bisher zertifizierte Materialien, die die Verwendung im Mund von Patient:innen ermöglichen. Nichtsdestotrotz sehen wir Potential in dieser Art der Fertigung und beteiligen uns deshalb mit unserer internen Forschungs- und Entwicklungsabteilung an der Erprobung dieses Verfahrens für den Einsatz in der Dentalbranche.

Mehr zum Stand der Forschung und zur Funktionsweise des additiven Herstellungsverfahrens erfahren Sie in unserem Beitrag Innovation Keramik 3D-Druck bei CADdent.

FAZIT

Durch den enorm großen Gestaltungsspielraum, den die additive Fertigung bietet, stehen diese Verfahren gerade noch am Anfang. Forschung und Entwicklung wird bei CADdent  großgeschrieben. Dank der Arbeit vieler innovativer Köpfe unserer F&E Abteilung können Sie sich bei uns zu Neuheiten und Innovationen, die additive Fertigung in der Zahntechnik betreffend, informieren und auf dem Laufenden halten.