Demographischer Wandel im Dentallabor – Labore werden für Zahnarztpraxen von Auftragnehmern zu Partnern auf Augenhöhe

Das Schlagwort „demographischer Wandel“ ist in den verschiedensten Zusammenhängen immer wieder zu hören und auch die Dentalbranche ist davon nicht ausgenommen. Grundsätzlich muss es sich bei einem Wandel aber nicht um etwas Schlechtes handeln. Wichtig ist ihn zu erkennen und ihm aktiv entgegenzutreten, um die Zeit und Notwendigkeit für die eigene Veränderung nicht zu verpassen.

Demographischer Wandel im Dentalsektor

Eine stetig sinkende Geburtenrate und höhere Lebenserwartung bringen es mit sich, dass der Anteil an älteren Menschen in den Industrieländern stark ansteigt. Das Medianalter liegt in Europa im Schnitt bei 43,1 Jahren, in Deutschland sogar bei 46 Jahren. Das bedeutet, knapp jede:r Vierte gehört der Altersgruppe „60 und älter“ an – Trend steigend.

Demographischer Wandel im Dentallabor

Zahngesundheit erreicht einen neuen Stellenwert

Aufgrund des gestiegenen Gesundheitsbewusstseins in der Bevölkerung, insbesondere auch die Zahngesundheit betreffend, und gleichzeitig durch die gesicherten finanziellen Verhältnisse der „Best Ager“, findet ein Wandel in der Nachfrage bei Zahnersatz statt. Eine dentale Versorgung wird erst in höherem Alter relevant, dann wird jedoch auf hochwertigen und ästhetisch ansprechenden Zahnersatz, wie beispielsweise implantatgetragene- und Suprakonstruktionen, gesetzt und diese notfalls auch privat bezahlt.

Auf der einen Seite sinkt die Nachfrage also, da das Bewusstsein für Mundhygiene und -gesundheit in der Bevölkerung steigt und auf der anderen Seite steigt die Nachfrage, da Zahnersatz gerade bei den geburtenstarken Jahrgängen der Babyboomer Generation zum jetzigen Zeitpunkt Thema wird.

Für den Moment gleichen demzufolge die geburtenstarken Jahrgänge den Mengenrückgang aufgrund verbesserter Mundgesundheit aus. Diese Tatsache wird sich aber, wenn man die Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahre begutachtet, nicht fortsetzen.

Fachkräftemangel in den Dentallaboren

Eine weitere Belastung, die der demographische Wandel für die Dentalbranche mit sich bringt, ist der drohende Fachkräftemangel im Berufsbild Zahntechniker:in. Zur Jahrhundertwende waren ca. 45 % der Zahntechniker:innen unter 35 Jahre alt. Bereits rund 15 Jahre später waren es nur noch 25 % - und dieser Trend setzt sich fort.

Der demographische Wandel bietet Dentallaboren die Chance sich neu zu positionieren

Sie fragen sich nun, inwiefern eine solche Entwicklung als Chance gesehen werden kann, und wie Sie ihr aktiv entgegentreten können?

Der ästhetische Anspruch unter den Patient:innen steigt und damit auch die Anzahl an lukrativen Arbeiten im Dentallabor. Während die Kassenversorgung oft nur das nötigste zugelassen hat, sind Zahntechniker:innen bei Privatleistungen kaum Grenzen in Kreativität und Ästhetik gesetzt. Dies bringt viele Freiheitsgrade mit sich, und erfordert damit intensive Beratung für Behandler:innen und Patient:innen.

So u.a. auch beim Backward-Planning. Dieses Verfahren wird bei uns auch Dreidimensionale Intelligente Planung (3DIP) genannt. Es unterstützt Labore und Zahnarztpraxen bei der Akquise von Implantatarbeiten. Denn diese Art der Implantatplanung, welche eine Implantatversorgung mithilfe eines nur minimalinvasiven Eingriffs verspricht, bringt auch für Patient:innen nur Vorteile und hebt die Kommunikation zwischen Zahnarztpraxis und Labor auf eine neue Stufe.

Zusätzlich verfügen Zahntechniker:innen über Expertise im stetig wachsenden Material- und Technologiedschungel und können auch an dieser Stelle diese wichtige Beratungsleistung bieten.

Dentallabore verändern sich für Zahnarztpraxen von reinen Auftragnehmern zu Partnern auf Augenhöhe.

UNSER FAZIT

Durch den wachsenden Anteil an Selbstzahlenden und die damit steigende Marktmacht der Patient*innen nimmt der Preisdruck zu, dem sich Labore stellen müssen. Auch Globalisierung und Digitalisierung bedingen sinkende Preise. Zusätzlich belastet der durch den demographischen Wandel bedingte Fachkräftemangel viele Labore.

Der Markt reagiert bereits darauf und Veränderungen, u.a. auch in der Struktur von Laboren, sind zu erkennen. Um trotz des Fachkräftemangels die gesamte Bandbreite von Zahnersatz abdecken zu können, schließen sich immer mehr Labore zu Laborketten zusammen. Aber auch kleinere Betriebe sind dem Wandel nicht hilflos ausgesetzt. Dem Fachkräftemangel können sie beispielsweise mit einem Fertigungszentrum als verlängerte Werkbank entgegenwirken.

Unsere Expert:innen sind bestens geschult, immer auf dem neuesten Stand, insbesondere Werkstoffe und Technologien betreffend, und geben ihr Know-how gerne an Sie weiter. Mit den von uns gefertigten Gerüsten als Basis Ihrer Arbeiten, können Sie sich zudem ganz auf die lukrativen Arbeiten in Ihrem Dentallabor konzentrieren.